Auf nach Svendborg

13.09.2022

Für heute ist wieder ganz schön Wind angesagt, vor allem später am nachmittag. Also haben wir beschlossen, auch heute nicht zu spät loszusegeln. Um 9:00 Uhr wollten wir ablegen, und tatsächlich gingen die Leinen schon 8:50 los.

Wieder werden wir uns durch die kleinen Inseln schlengeln müssen, und wieder werden wir kreuzen müssen, da der Wind über Nacht um 180 Grad gedreht hat. Aber wenn wir um Birkholm rum sind, geht es dann mit Raumwind in den Svendborg Kanal.

Also los, um 9:00 Uhr, noch im Hafen, war das Gross oben. Wir haben das 1. Reff eingezogen, weil wir mit Wind zu rechnen hatten. Um 9:05 Uhr waren wir aus dem langen “Hafenschlauch” von Marstal raus und haben die Fock zur Hilfe genommen. Erstmal ging es ziemlich genau Richtung Norden. Schnell merkten wir, dass uns das 2. Reff besser gefällt, also reduzierten wir schon um 9:23 Uhr das Groß.

Um 9:30 Uhr waren wir dann am Fahrwasser zwischen den Inseln und hatten Bredholm und Grensholm querab. Nun mussten wir ca. 300 Grad genau gegen den Wind. Also Kreuzen im engen Fahrwasser. Es waren viele Wenden, bis wir 10:17 Uhr Birkholm passiert hatten, dann ging es Richtung Hjorto. Um 10:52 konnten wir uns ins Svendborg Fahrwasser Richtung Norden einklinken und um 11:25 Uhr fuhren wir in den Svendborg Sund bei WP 272 ein.

Jetzt musste ich aufpassen. Das war mein 1. Mal Svendburg Sund bei Licht und an meine letzte Passage des Sunds bei Nacht erinnere ich mich nur ungern. Es war letztes Jahr beim Silverrudder und Max Käkenmeister musste mir irgendwann den Weg weisen, weil ich einfach zu müde war zum Denken.

Um 12:15 Uhr fuhren wir durch die Svendburg Brücke und alles, alles war bei Tag und Ausgeschlafen vollkommen unkritsch und problemlos. Nur die Strömung im Sund ist mir wieder mal aufgefallen. Wahnsinn wie es Dein Boot in Richtungen schiebt, zieht und treibt. Da muss man echt aufpassen. Wenn man z.B. zu Nahe an die große Werft von Svendborg drankommt, zieht sie Dich förmlich an…

Im Hafen wurden wir schon von der netten Shore Crew des Silverrudder 2022 erwartet und eingewiesen. 12:45 Uhr waren wir fest.

Dann gab es erstmal Fish and Chips von der Fischbude direkt hier im Hafen. Nach Duschen und Boot richten, blieb genug Zeit für ausgiebige Spaziergänge an Land. Und gegen Abend gab es noch einen super Regenbogen…

Nun folgen noch 2 Tage entspannen vor der grossen Regatta, 2 Nächte im Hotelbett, 2 Mal Frühstücksbüffett, und viel Boot schauen. Freitag Morgen tritt Matthias dann die Rückreise mit dem Zug an und ich gehe raus – alleine Rund Fünen. Drückt mir die Daumen, dass alles klappt.

Seemeilen Tag:18,3
Seemeilen Gesamt:96,1

2 thoughts on “Auf nach Svendborg

  1. Klasse Bericht! Und das war sicher eine krasse Erfahrung den Svendburg Sund mal „bewusst“ zu besegeln! Denkst du, du konntest damit das Trauma vom letzten Mal verarbeiten?

    Und jetzt wünsche ich dir angenehme Tage vor der Race und dass du viel Energie tankst! Und dem Matthias dir auch noch schöne Stunden dort oben und dann eine gute Heimfahrt am Freitag!

    1. Hi Hubert, für mich war es wichtig, dass ich vor dem Silverrudder 2022 da mal ohne Stress bei Tageslicht durchfahren kann.
      Die Stelle sollte in Zukunft keine Probleme mehr bereiten. Wobei ich sagen muss, dass das Hauptproblem ja war, dass mein Hirn einfach nicht mehr funktioniert hat… hoffen wir, dass ich es jetzt aus dem Rückenmark fahren kann 😉

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